Allgemein zur asiatischen Hornisse

Die asiatische Hornisse (offiziell: „Vespa Velutina Nigrithorax“) wurde erstmals 2014 in Deutschland festgestellt. Wahrscheinlich wurde diese invasive Art im Jahr 2004 über Transportwege aus Übersee nach Frankreich nach Europa eingeschleppt. Seitdem hat sich die asiatische Hornisse in Frankreich und Spanien massiv ausgebreitet.

Seit 2018 ist die Verbreitung in Deutschland rasant angestiegen. Zuletzt wurden in 2025 über 2.100 Nester der asiatischen Hornisse gemeldet.

In Frankreich und Spanien hat diese Art bereits zu massiven Schäden in der Imkerei und Landwirtschaft geführt. Daher muss versucht werden, die Ausbreitung dieser Art zu minimieren.

Seit 2024 gibt es die Möglichkeit Sichtungen online im Saarland über das Portal https://www.velutina-saar.de [externer Link] zu melden. Obwohl die Arbeiterinnen sich ernähren von süßen Flüssigkeiten (z.B. Efeu-Blüten) und von den energiereichen Proteintropfen, die die Larven abgeben ernähren, und damit relativ harmlos sind, bildet ihre Hauptaufgabe die eigentliche Bedrohung der asiatischen Hornisse. Zur Fütterung der Larven jagen die Arbeiterinnen nämlich Insekten aller Art, und dabei stehen Honigbienen ganz oben auf dem Speiseplan. In besiedelten Gebieten können Honigbienen bis zu 65% der Gesamtbeute ausmachen. Umso mehr ist dies ein Problem, weil die Nester der asiatischen Hornisse wesentlich größere Populationen als z.B. unserer heimischen europäischen Hornisse aufweisen, und deshalb auch mehr „asiatische“ Arbeiterinnen auf Honigbienen jagen. Da zudem Fressfeinde fehlen, kann sich die asiatische Hornisse nahezu ungehemmt ausbreiten. Hier gilt es für die Imker einzugreifen.