Ab ca. Mitte August sollten an den Beuten Schutzmaßnahmen gegen die Vespa Velutina durchgeführt werden.
Hierzu dienen in erster Linien sogenannte „Maulkörbe“ mit einer Maschenweite von 12-20mm. Diese sollen nicht den Einflug der Velutina verhindern, sondern dienen als eine Art „demilitarisierte Zone“. Die Bienen sind (wie ein Flugzeug auch) beim Starten und Landen am langsamsten – der Moment wenn die Velutina zuschlägt. Durch den Maulkorb wird die Sicht und insbesondere das „Patrouillieren“ der Velutina vor der Beute behindert, wodurch die Bienen besser vor Zugriff geschützt sind und der Jagderfolg abnimmt.
Der Maulkorb reduziert die sog. Flugparalyse deutlich. Die Flugparalyse kann auftreten sobald 2-3 Velutina vor den Beuten fliegen und auf Beute lauern. Dann fliegen die Bienen nicht mehr aus, was u.a. zum Verkoten der Beute und damit zu Vermehrung von Viren und Bakterien führt. Außerdem wird das Eintragen von Nektar und Pollen beeinträchtigt, was sich negativ auf die Wintervorräte auswirkt. Beide Faktoren führen deshalb oft zu dem Niedergang des Volkes im Winter.

Die Bienen benötigen meist ein paar Tage um sich an die neue Gegebenheit anzupassen, danach kommen sie sehr gut damit zurecht.
Weiterhin ist es ebenfalls ab Mitte August empfohlen Fluglochschieber mit einer Maschenweite von <5,3 mm einzusetzen, damit insbesondere bei niedrigen Temperaturen keine Velutina in die Beute eindringen kann. Die Bienen ziehen sich dann nämlich in die Traube zurück und geben die Wachposten am Eingang bei kalten Temperaturen auf – dies ist für die Velutina ein Startsignal in die Beute einzudringen. Zwar schützen die Schieber auch für Überfälle auf schwache / geschwächte Völker, aber hier gilt mehr als je zuvor, dass man schwache Völker frühzeitig vereinen oder auflösen soll.

Diese defensiven Maßnahmen reichen alleine aber nicht aus – es muss eine Suche nach dem/den Nester(n) durchgeführt werden um den Druck signifikant zu reduzieren!
