Fallen aufstellen

ACHTUNG: das Aufstellen von Fallen ist laut §39 des Bundesnaturgesetzes in Deutschland verboten. Obwohl asiatische Hornissen gefangen und getötet werden dürfen, existieren aktuell keine Fallen die so selektiv sind, dass der Beifang von anderen Insektenarten, wie insbesondere die besonders geschützte europäische Hornisse ausgeschlossen werden kann. Um es klar zu stellen: die europäische Hornisse darf nicht nur nicht getötet werden, sie darf nicht mal gefangen werden.

 Man muss aber davon ausgehen, dass in den kommenden Jahren eine Imkerei in Deutschland nicht mehr ohne Fallen möglich ist. Es ist deshalb wichtig, ausreichend selektive Fallen entwickelt werden, oder dass zumindest Ausnahmeregelungen möglich sind.

Zumindest mal im Graugebiet des Gesetzes sind physikalischen Fallen des Type „Harfe“. da diese gemäß Studien eine sehr hohe Selektivität besitzen. Insbesondere die Harfe der spanischen Variante (üblicherweise 1800-2400V DC) wäre dabei relevant.

Die Grundfunktion der ist einfach: es wird Strom durch die Drähte der Harfe geleitet. Berührt ein Insekt zwei Drähte gleichzeitig (Abstand meist 20mm), bekommt es einen Schlag und fällt zu Boden. Das Insekt wird sich i.d.R. binnen 5-10 Minuten erholen und wieder weiterfliegen und den Standort künftig meiden. Üblicherweise ist die Energie die die Harfen als Stromschlag abgeben unter einem Joule, also deutlich geringer als z.B. die Energie eines Weidezaungenerators für Pferde (dies kann aber von Gerät zu Gerät variieren und sollte in der Anleitung/Datenblatt geprüft werden).

Wegen dem Abstand zwischen den Drähten können die meisten Insekten (auch Bienen!) nicht zwei Drähte gleichzeitig berühren und können deshalb problemlos weiterfliegen. Hornissen (und Schmetterlingen) wären zwar betroffen, aber werden sich schnell erholen.

Der große Nachteil der „Harfen“ sind allerdings die doch recht hohen Kosten, sogar wenn man sie in Eigenbau herstellen würde.